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Das höchste Risiko besteht beim ungeschützten Analsex, da die Darmschleimhaut viele HI-Viren enthalten bzw. aufnehmen kann. Je häufiger Analsex ungeschützt stattfindet bzw. je größer die Partneranzahl bei ungeschütztem Analsex ist, desto höher ist das Risiko einer HIV-Infektion. Aus diesem Grund sollten sich sowohl der aktive als auch der passive Partner vor einer HIV-Infektion schützen. Entgegen der weitläufigen Meinung ist nämlich das Risiko für beide (den Aktiven und Passiven) etwa gleich hoch, sogar wenn nicht im Partner abgespritzt wird.

Hier ein Überblick welche Körperflüssigkeiten beim Sex infektiös sein können:

  • Flüssigkeitsfilm auf Darmschleimhaut
  • Blut
  • Sperma
  • Vaginalschleimhaut

Beim Blasen besteht nur dann ein geringes Risiko, wenn Sperma in den Rachen kommt oder andere sexuell übertragbare Infektionen vorliegen.

Gemeinsamer Gebrauch von Spritzen (z.B. beim ChemSex) ist besonders riskant für jede Infektion.

Entscheidend ist die Virusmenge

In den ersten Wochen nach einer HIV-Infektion ist die Virenkonzentration im Blut am höchsten. In dieser Zeit, wenn die meisten noch gar nicht über ihre HIV-Infektion Bescheid wissen, kann das HI-Virus leicht weitergegeben werden.

Dank der heutigen Therapie ist es möglich, die Viruslast unter die Nachweisgrenze zu drücken (erst nach sechs Monaten). Hier besteht auch bei Sex ohne Kondom keine Infektionsgefahr. Beim Sex mit gelegentlichen Partnern empfehlen wir weiterhin unbedingt die Verwendung von Kondomen.

Mehr Informationen zu Ansteckungsrisiken findest du hier.

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